Bonn, den 28.02.11

GEW: Lehrer aus NRW streiken und demonstrieren gemeinsam mit Angestellten und Beamten des Landes am 1. März in Düsseldorf für 5% mehr Einkommen und eine Entgeltordnung

Ein weiterer Warnstreik der angestellten Lehrkräfte in NRW. Wenn am morgigen Dienstag die Ge-werkschaften des öffentlichen Dienstes mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Be-amtenbund (dbb tarifunion) in Düsseldorf für 5% mehr Einkommen bei den Landesbeschäftigten de-monstrieren, sind auch wieder Lehrer aus Bonn dabei. Zusammen mit den Polizeibeamten, Feuer-wehrleuten, Finanzbeamten und anderen Landesbeschäftigten machen sie sich auf den Weg, um in der Landeshauptstadt Flagge zu zeigen. Die GEW hat die angestellten Lehrer zu einem weiteren ganz-tägigen Warnstreik aufgerufen.

„Das Verhalten der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel: sie verweigern effektive Gespräche für eine Tarif-erhöhung und eine Entgeltordnung für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte“ erklärt Joachim von Maydell (Vorsitzender des GEW-Stadtverbandes Bonn) und ergänzte: „Wir wollen einen Abschluss, der mit dem der Beschäftigten des Bundes und der Kommunen vergleichbar ist.“ Es könne nicht angehen, dass die Angestellten und Beamten auf Landesebene weiterhin von der allgemeinen Preis- und Ein-kommensentwicklungen abgeschnitten werden. Auch muss endlich ein erster Schritt zu einer Entgelt-ordnung für die angestellten Lehrkräfte in NRW gemacht werden, damit die Schere zwischen den Be-amten und Angestellten ein wenig geschlossen werden kann.

„Der Unmut der Kolleginnen und Kollegen richtet sich auch gegen die nordrhein-westfälische Landes-regierung“, weiß von Maydell zu berichten. Denn diese sitze ebenfalls am Verhandlungstisch und sei deswegen auch daran beteiligt, dass bisher kein akzeptables Angebot vorliege. „Wir erwarten, dass Finanzminister Borjans bei der dritten Verhandlungsrunde in der kommenden Woche eine akzeptable Lösung für die Landesbeschäftigten unterstützt“, sagte der GEW-Vorsitzende.

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